Öffentliche Verkehrsmittel in Istanbul

Istanbuler Nahverkehr:

Es gibt alles, von der Tram bis U-Bahn und S-Bahn, im bescheidenen Maße. Der Hauptverkehr spiel sich in Istanbul, wie in der gesamten Türkei, auf der Straße ab. Hier erst einmal etwas über Istanbul. Es gibt ein Bussystem, das ist zwar das preiswerteste aber für den Touristen nicht immer günstig. Nur jeder 4. bis 5. Bus ist mit Fahrscheinverkauf. Bei den meisten muß man vorher Tickets oder Jetons kaufen. Dazu muß man etwas türkisch können und am besten schon genau sagen können wo man hinwill. Auch kann man nicht von jedem Busfahrer erwarten, daß er so nett ist wie wir es erlebt haben. Einer nahm uns trotzdem bis zur nächsten Ticketbude mit und erklärte meiner Frau unterwegs was sie für Tickets kaufen muß und wartete auch noch den Moment auf uns. Für mich ein Zeichen dafür, daß die Leute trotz der Hektik ihre Ruhe noch nicht ganz verloren haben. Oder sollten wir das mal hier so manchen Busfahrer unter die Nase reiben, der sich aus Bequemlichkeit oder Rechthaberei hinter seinen Vorschriften versteckt? Zur Ehrenrettung derselben will ich noch hinzufügen, daß ich auch in Berlin viele nette Buslenker kenne. Aber zurück nach Istanbul! Man kann natürlich auch mit dem Taxi fahren. Das ist ist nicht so teuer wie in Deutschland. Trotzdem die teuerste Variante. Dabei hat man kaum etwas erlebt und nach Istanbul fährt keiner um Erholungsurlaub zu machen. Also ist anzuraten mit dem Dolmuş (sprich: Dolmusch) oder auch Minibus, zu fahren. Als erstes geht man zu seinem Gastgeber und läßt sich seine Unterkunftsadresse genau aufschreiben!!! Oder eine Visitenkarte geben. Wenn es nicht
gerade das Hilton ist,
wirklich die komplette Adresse, vielleicht noch mit einem markanten Punkt in der Nähe (Denkmal, Stadion, Polizeirevier, usw.).
Viele Istanbuler, selbst die Taxifahrer, kennen sich in dieser Wildwuchsstadt nur noch in ihrer nächsten Umgebung aus. Dann gehts los. Die meisten Dolmus-Busse kommen von, bzw. fahren nach Topkapi. Die Mini-Busse haben Schilder mit ihren Zielorten an der Windschutzscheibe zu hängen. Anhalten kann man sie einfach durch winken. Man sagt zum Busfahrer das Ziel und wieviel Personen (1 Person=bir Kischi, 2 Personen= iki Kischi, usw.). Je nach Strecke kostet das umgerechnet zwischen 0,50 DM und 1,50 DM. Wenn der Fahrer bei der groben Streckenberechnung etwas zu seinen Gunsten arbeitet, könnten es vielleicht 0,20 DM zuviel sein. Tarive müssen im Wagen aushängen. Dafür bekommt man ein Schauspiel ohne gleichen geboten. Totales Verkehrschaos und einen Fahrer der mit einem unbeschreiblichen Gleichmut seinen Bus fährt. In Topkapi angekommen steht man auf einem riesigen Platz mit Minibussen. So eine Masse an Dolmus-Bussen habe ich sonstwo nirgens gesehen. Die fahren von hieraus nach überall in Istanbul und Umgebung. Wir suchen uns den heraus der nach Sultan Eyüp fährt. Nur keine Angst in der Masse. Die Leute sind unbeschreiblich nett und wenn erstmal 4-5 Leute stehenbleiben und helfen wollen, findet sich garantiert einer der deutsch kann. Dann gehts auf nach Pierre Loti. Der Fahrer sagt schon wann man aussteigen muß. Denn man bezahlt ja nur diese Strecke und er will niemanden umsonst transpotieren. Auf der Rücktour geht das genauso.
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