Hausbau-Traditionen |
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Mir ist aufgefallen, dass es in der ägäischen Region keine alte volkstümliche Hausbautradition gibt. Entweder ich sah antike Bauten, wie zum Beispiel ![]() in Ephesus und Assos (eigentlich altgriechisch) oder einen, in der ganzen Türkei üblichen, Neubaustil. Dazwischen fehlt etwas. Das wäre eine Frage an die Ethnologen wert. Ich denke, die Menschen in der wärmeren ägäische Region konnten sich lange leisten als Nomaden in Jurten zu leben. |
Sie wurden vielleicht erst durch neuere Umstände seit 100-200 Jahre gezwungen sesshaft zu werden wodurch auch feste Häuser interessant wurden. Ganz anders habe ich den Hausbau in den westlicheren Schwarzmeerregionen vorgefunden (Über die östlichen Regionen kann ich nicht berichten, da ich sie noch nicht bereiste). Hier herrschen so manchen Winter sibirische Verhältnisse. Zwar nicht so lang aber genauso intensiv. Mit hungrigen Wölfen und selten auch noch Bären bis vor die Haustür. Für mich ein guter Grund rechtzeitig feste Häuser zu bauen. Natürlich (oder leider) gibt es hier auch den, in der ganzen Türkei üblichen, Neubaustil mit den roten, gebrannten Langlochsteinen. Die alten Fachwerkhäuser sind auch schwer zu pflegen. Mit dem selben Pragmatismus, wie bei uns üblich, gehen die Menschen den 'Neubauweg'. Ich war in 100 bis 200 jährigen Häusern. Sie sind sehr elastisch gebaut. Das hat große Vor- und kleine Nachteile. Sie sind ohne Zweifel sehr Erdbebensicher, aber ewig lösen sich irgendwelche Putzfladen von den Wänden. Auf mich wirkten sie unbeschreiblich charmant. |