Türkischer Friedhof in Berlin - Tempelhof.

Traditionen

Der von mir schon an anderer Stelle erwähnte Türkische Friedhof in Berlin Tempelhof hat sogar eine noch ältere Geschichte als die Gastarbeiter in Berlin. Als der ständige Türkische Botschafter in Preußen hier starb, wurde 1798 auf königliche Kosten in der Nähe der heutigen Urbanstraße ein Grab errichtet. Hier wurden nun die nicht zurückgeführten Türkischen Verstorbenen bestattet. Als 1866 dieser Friedhof einem Kasernenbau weichen sollte, wurde er mit Zustimmung des Osmanischen Reiches an seinen heutigen Platz neben dem Tempelhofer Feld (heute Flughafen Tempelhof) verlegt.
Heute gibt es dort auch eine Moschee. Der sonst nur als Durchfahrtsstraße dienende und auf dieser Strecke sonst menschenleere Columbiadamm ist nun wenigstens Freitag am Nachmittag wieder sehr belebt.

Auch Asylgewährung für Türken ist eine alte Deutsche Tradition. Schon nach dem 1. Weltkrieg fanden Türken, darunter auch Minister, in Deutschland Unterschlupf weil sie in der Türkei von den Besiegern schwerer Kriegsverbrechen und des Völkermordes angeklagt waren.

Auch wenn die Zahlen ab 1962 andere Quantitäten annahmen. Vom Prinzip her hat sich in Berlin in den letzten 100 Jahren nicht viel geändert.
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