Der Letzte Weg. |
Die Bestattung=Cenaze (Sprich djenase) Die islamische Beerdigungszeremonie unterscheidet sich ein wenig von der christlichen. Die Verstorbenen werden in vielen Gegenden ohne Sarg beerdigt, die Toten gewaschen, unbekleidet in ein weißes Leichentuch gewickelt und in die Erde hinab gelassen. Diese Zeremonie soll für die Lebenden die Bedeutungslosigkeit materieller Güter symbolisieren. Aus Respekt vor dem Verstorbenen werden Bretter über ihm pyramidenförmig aufgestellt, damit er nicht mit Erde zugeschüttet wird. Kleine Dorfmoscheen haben oft nur einen Kinder- und einen Erwachsenensarg. Diese werden nach der Bestattung gereinigt und zur Wiederverwendung aufbewahrt. Aber in den letzten Jahren wird es immer üblicher die Verstorbenen mit Sarg zu bestatten. In Berlin (Tempelhof/Columbiadamm) gibt es einen über 100 Jahre alten islamischen Friedhof. Hier werden alle verstorbenen mit Sarg beerdigt, weil es deutsches Gesetz ist. Berliner Türken werden hier jedoch meist nur beerdigt weil sie keine Angehörigen oder einen deutschen Ehepartner haben. |